Wortgarage

Teide




I


atemlos in einer fremden weite luft holen unformen ungeraden unlinien eigene formen legte keine hand steine brach basaltwind legt sich an den saum der berge und streichelt die knorrigen wurzeln sie lassen sich nicht glätten nicht formen und ihre linien bleiben ungerade



II


zeiträume uferlose weite ungenügende worte andere farben verblichenes türkis eisernes braun nachtschwarz die rosen verblühen nie eidechsen blauschuppig steine flüstern hinter der glut du entwurzelst ihre worte und zahlen nicht sie zeigen dir wie klein die welt ist wie klein deine welt ist feuer brennt hinter der dünnen haut brandnarben erhoben einzig die weisse wolke im umgeblätterten blau du suchst den atem vor demut vor respekt vor staunen die basaltrosen leuchten so wundervoll schwarz



III


der windzug der die kurve formt legt seinen finger aus feuer die zungen gebrochener stein eine spur in einer anderen welt unmerklich verändert sich alles



IV


zu gross als liesse sich nur der augenblick fassen zu erhaben als fänden sich wörter genug





Hermann Josef Schmitz





 

7.10.10 12:29

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sylvia W. (7.10.10 20:52)
Ein Vulkan in poetische Worte gefasst - man spürt, wie klein der Mensch ist angesichts der Kräfte der Natur.
Danke für dieses Beschreiben eines Wunders!


Helga / Website (7.10.10 22:20)
Auf den Canaren ist es abseits der Touristenströme wunderschön. Der Teide und die Mondlandschaft zu seinen Füssen erscheinen wie Relikte aus einer fernen Welt und man hält den Atem an.
Steinreiche Grüße
Helga

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)

Die Datenschuterklärung und die AGB habe ich gelesen, verstanden und akzeptiere sie. (Pflicht Angabe)


 Smileys einfügen