"Na ja, wir Männer sollen so vieles auf einmal sein. Die Schulter zum Anlehnen, so gut zuhören wie die beste Freundin, dann wieder knallharte Ansagen machen, Kohle verdienen, Kinder betreuen."
Ronald Zehrfeld im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 21./ 22.04.2012
Und als einer der Hauptdarsteller in dem aktuellen Kinofilm Barbara
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Trotz der schweren Sohlen ging er leichtfüßig, und schon war er an ihrem Tisch vorüber und griff nach dem grünen Filz, da nahm sie allen Mut zusammen - mein Gott, es war ihr letzter Tag - holte Atem und sagte: "Entschuldigung? Ich kenne Sie!"
Überrascht blieb er stehen, blickte sich um. Auf den Gläsern der randlosen Brille gab es Fingerabdrücke, und angesichts seiner Augen, der Güte und der Helligkeit darin, obwohl sie dunkel waren, wusste sie momentlang nicht, wohin sie schauen sollte vor Scham, und rettete sich in ihr Lächeln. Das jedoch gleich wieder verblasste. "Aus einem Traum ..." fügte sie gedämpfter hinzu und konnte es selbst kaum glauben; das Schlucken schmerzte im Hals.
Ralf Rothmann aus "Shakespeares Hühner"
Heute wird die Wortgarage 4 Jahre jung – sie ist für mich unverändert die Verführung zum Leben, mein Internettagebuch. Ein Platz für die Begegnung mit dem Leben. Ein Platz, an dem die Begegnungen mit mir selbst, von mir mit der Natur, mit den Geschehnissen und vor allem mit den Menschen sich ausruhen können. Ein Punkt zum Anhalten, zum Schauen, zum Hören, zum Lesen.
4 Jahre Wortgarage sind auch 4 Jahre innigster und liebevollster Verbindung zur Glasgarage. Die Blogs sind für uns, die wir an verschiedenen Plätzen leben, immer wieder Orte zum An- und Innehalten, um dann auf unterschiedlichste Art weiter durch das Leben zu reisen. Ich danke Dir, wunderbare Annemarie von ganzem Herzen dafür und freue mich, dass wir auch hier weiter zusammen unterwegs sein können.
Ich danke allen, die mich hier erkannt und unerkannt besuchen, die sich aus der Weite kommend ein wenig dem Hinterlegten nähern. Die sich eigene Gedanken dazu machen, Texte übernehmen, Musik hören, Filme schauen oder sich an Bildern freuen. Es ist schön, dass es Euch gibt.
Auf ein spannendes 5. Jahr in der Wortgarage mit Euch, auf schöne Begegnungen und neue Inspirationen – auf die Verführung zum Leben jeden neuen Tag.
Herzlichst
Hermann Josef Schmitz
"Köln ist mein Heimathafen. Meine Gefühle sind natürlich auch mit Sentimentalitäten aufgeladen. Das Grösste für mich als Kind war, dass mir meine Mutter eines Tages erlaubte, auf der anderen Seite des Flusses zu spielen. Also ging ich über die Südbrücke zu den Poller Wiesen. Da fing für mich die weite Welt an. Wenn ich heute nach Hause fliege, versuche ich immer, einen Platz auf der rechten Seite der Maschine zu bekommen. Dann kann ich mit etwas Glück beim Landeanflug den Rhein sehen, den Dom und manchmal auch mein Haus auf dem Römerberg. Sitze ich links und schaue durchs Fenster, dann sehe ich nur Bergisch Gladbach und Leverkusen."
Wolfgang Niedecken im Interview Zeitmagazin Nr. 13
Sehr berührend ...
Heute zusätzlich etwas in eigener Sache:
Ich habe die Prosatexte aus meinem letztjährigen Blog "52 Satzwerke" in eine schöne Buchform gebracht: Hardcover, 1 Satzwerk auf jeder Seite.
Und weil ich es nur in einer kleinen Auflage habe drucken lassen wollen, ist es nicht im Buchhandel, sondern nur über die Wortgarage erhältlich.
Bei Interesse freue ich mich über eine Mail an hermannjosefschmitz(at)web(punkt)de.
"Meine Songs ähneln, wären sie nicht so klangvoll verpackt, Therapiesitzungen: Trennung der Eltern, Liebesentzug, Depressionen, Essstörungen."
Maria Mena im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 25./ 26.02.2012