Wortgarage

Fremdgedichte

Ich bin ein roter Rosenstrauch





Ich bin ein roter Rosenstrauch,
Und du bist meine Erde.
Um meine Wurzeln liegst du warm,
Damit ich knospend werde.


Ich bin ein roter Rosenstrauch,
Und du bist meine Sonne.
Ich dehne näher mich zu dir
In meines Wachsens Wonne.


Ich wohn in deiner Liebe Schoß
Mit meinen Wurzeln allen
Und werde blühen wunderbar
In Deiner Liebe Strahlen.



Paula von Preradovic



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Emmental ... auf der Lueg. Wie blau es zum Jahresende noch mal geworden ist.


Von Herzen wünsche ich Euch einen beschwingten und fröhlichen Jahresausklang, schöne Erinnerungen an und Rückblicke auf 2012 und viel Zuversicht und Gelassenheit für 2013.
Kommt gesund in und durch dieses neue Jahr und schaut immer wieder gut zu Euch. Bleibt behütet auf den Wegen durch die Zeit.

Danke an alle, die in diesem Jahr hier gewesen sind …







2 Kommentare 31.12.12 10:17, kommentieren

Wort an Wort



Wir wohnen
Wort an Wort


Sag mir
dein liebstes
Freund


meines heißt
DU



Rose Ausländer






Ich würde es wieder tun ...

Und dieser Tag bleibt immer ein besonderer, so und
so


29.12.12 11:33, kommentieren

Halten


Halten
das heißt
Nicht weiter - nicht näher - nicht einen Schritt
oder heißt Schritthalten
ein Versprechen - mein Wort
oder Rückschau



Halten
dich
mich zurück - den Atem an - mich an dich
dich fest
aber nicht
dir etwas vorenthalten



Halten
dich in den Armen
in Gedanken - im Traum - im Wachen
Dich hochhalten
gegen das Dunkel
des Abends - der Zeit - der Angst



Halten
dein Haar mit zwei Fingern
deine Schultern - dein Knie - deinen Fuß
Sonst nichts mehr halten
keinen Trumpf - keine Reden
keinen Stecken und Stab und keine Münze im Mund




Erich Fried



Danke an B. für die schönen Liebesgedichte, die wir am 27. Juli bekommen haben ... sie leuchten sehr.


Und noch ein Last-minute-Tipp für alle aus unserer Schweizer Umgebung: Rendez-vous Bundesplatz

Heute zum letzten Mal und wenn auch gestern eine Lichtzeile ausfiel, es lohnt sich sehr.

Nachfolgend die gesamte Show als Youtube:

27.12.12 09:22, kommentieren

Die frühen Jahre



Ausgesetzt
In einer Barke von Nacht
Trieb ich
Und trieb an ein Ufer.
An Wolken lehnte ich gegen den Regen.
An Sandhügel gegen den wütenden Wind.
Auf nichts war Verla
ß.
Nur auf Wunder.
Ich aß die grünenden Früchte der Sehnsucht,
Trank von dem Wasser, das dürsten macht.
Ein Fremdling, stumm vor unerschlossenen Zonen,
Fror ich mich durch die finsteren Jahre.
Zur Heimat erkor ich mir die Liebe.


Mascha Kaléko





25.12.12 16:49, kommentieren

Hohes Licht



Gleich
einem
Auge,
und in
ihm die
Vergänglichkeit
des Tages.
Oben,
am Ende
der Berge,
leuchtet
der
Trost.



Stefan Rosenboom


1 Kommentar 16.12.12 09:07, kommentieren

Das Licht



Es hat mich begleitet,
beinahe jeden Tag.
Es zeigte mir das Meer und die Tiere,
den Schnee auf den Bergen
und im Waldschatten den Farn.
Ich habe mich für das Licht
nicht bedankt.
Es wies auf die Gegenstände
und lehrte mich sprechen.
Es lehrte mich lesen und schreiben
nach der Natur.
Ich habe mich für das Licht
nicht bedankt.
Einmal zog es sich zurück,
und ich konnte im Spiegel
meine Augen nicht finden.
Aber dann kehrte es wieder,
und ich habe mich
flüsternd bedankt.



Rainer Malkowski



Alles Gute heute morgen für meine Liebste ...

10.12.12 07:17, kommentieren

Heimat



Nach all dem Menschenlärm und -dust
in dir, geliebtes Herz, zu ruhn,
so meine Brust an deiner Brust,
du meine Heimat nun!


Stillherrlich glänzt das Firmament
in unsrer Augen dunklen Seen,
des Lebens reine Flamme kennt
kein Werden und Vergehn



Christian Morgenstern


8.12.12 08:47, kommentieren