Wortgarage

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Rue de Vaugirard

 

auf halber Höhe                          
knipse ich und in klaffender Offenheit
setz ich die Platte Lichtern und Schatten aus
und geh dann bestärkt
durch ein unabweisbares Negativ
  

 

Samuel Beckett


1.3.12 07:18, kommentieren

Was es braucht



steinerne zungen
an denen sich das meer
seit jahrtausenden leckt
eine dünne linie
zwischen himmel und wasser
der plötzliche umkehrschluss
des vogelschwarms
und der wechsel
der gefiederfarbe
in die sich der wind fügt



Hermann Josef Schmitz



Habt ein schönes Wochenende und vielleicht einen "Walk on the wild side" emotion


2.3.12 06:55, kommentieren

Inspiration




"Meine Songs ähneln, wären sie nicht so klangvoll verpackt, Therapiesitzungen: Trennung der Eltern, Liebesentzug, Depressionen, Essstörungen."



Maria Mena im Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 25./ 26.02.2012




1 Kommentar 3.3.12 23:27, kommentieren

Und




sich in die vergänglichkeit fügen
und der ungewissheit treu bleiben




Hermann Josef Schmitz



4.3.12 08:01, kommentieren

Bachfuge




Die Bachfuge
fliegt in den Himmel
kommt zurück zu mir
fliegt in den Himmel


Mathematik
erklärt eine Stimme


Ich weiß nicht
will nicht wissen
wieviel Köpfe auf Flügeln
welche Geschwindigkeiten
ich zähl nicht
die Zahlen


Bach
mein Blutstrom
zum Himmel



Rose Ausländer


5.3.12 21:00, kommentieren

Sehnsucht nach Meer




in einem schatten verschwinden
mit licht im gepäck
eins werden mit dem silbernen schoß
auf der mitte des meeres
der dich in die tiefe verführt
auf dem höhepunkt der zeit
vergehen vor glück




Hermann Josef Schmitz


6.3.12 21:04, kommentieren

Bitte II




Sei sanft, wenn du kannst, das Leben
Ist sowieso hart und schwer.
Vielleicht hat es das früher gegeben,
Jetzt gibt es das nicht mehr:
Leicht sein und einfach leben
Ohne Nutzungs- und Musterungsschein.
Wenn wir uns nicht Liebe geben,
Uns umfangen und uns erheben,
Betonieren sie uns ein.
 


Eva Strittmatter


februar 01

 

 

7.3.12 19:00, kommentieren