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Von guten Mächten




Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.



Dietrich Boenhoeffer



neujahr 12


Willkommen in 2012 !!!
Wir freuen uns auf das, was uns dieses Jahr schenkt ... an Erfahrungen, Erlebnissen, Begegnungen mit Euch, Bildern, Worten ... es soll ein wunderbares Jahr werden.




2 Kommentare 1.1.12 08:48, kommentieren

Behutsam




öffne die erste tür behutsam
lasse die liebe hineinfliegen
sprich leise in den worten und sätzen
warte eher als das du ungeduldig bist
es werden antworten kommen
für die es keiner fragen bedarf


öffne die erste tür behutsam
warte auf verkündigungen
prüfe die länge deiner schritte
und den gehalt deiner gedanken
es werden fragen kommen
für die es keiner antworten bedarf





Hermann Josef Schmitz

1 Kommentar 2.1.12 07:17, kommentieren

irgendwann werden wir uns alles erzählen


"Der Henner ist wirklich ein schöner Mann. Letztens im Laden fiel mir das auf: ein grober, massiger Körper, mit einer steten Kraft in den Bewegungen, doch das Gesicht ganz fein. Die Augen tief und ausdrucksvoll und dunkel, kleine Falten rundherum, ein bitterer Zug um den Mund, doch wenn er lächelt, ist davon nichts mehr zu sehen. Man sieht ihm das Trinken nicht an."

        

Daniela Krien





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3.1.12 07:20, kommentieren

Eisrose




es ist der rose
stolz geblieben
auch in des wintermorgens
frost vergänglich
scheint der blüten farbe
am ende einer
langen zeit
ist der rose
stolz geblieben
auch in der letzten stunde
der blick voll demut
und aufrichtig zugleich
der blätter seide
längst morbid
doch eingebunden
in der blätter falten
bleibt unabdingbar
ein leiser duft
von sommer
und von warmer luft




Hermann Josef Schmitz

4.1.12 07:21, kommentieren

Hingestreckt




Hingestreckt
in die verhangene Schläfrigkeit
der Stunden,


nachtschattenumschmeichelt,
traumversenkt.


Sternennah - mondumlächelt
tickt die Uhr
ins Ohr mir
menschenweise -


knisterts jäh
im Haus der Geborgenheit



Elisabeth Sophie Reiprich


5.1.12 07:29, kommentieren

Die Liebe ist eine unbedingte Landschaft




die unbedingte liebe
ist eine beständige landschaft
selbst die großen stürme
ändern nichts
an der festigkeit der berge
und dem ursprung der meere
zwischen den jahreszeiten
bleiben die warmen küsse
des abschieds und der ankunft
die unbedingte liebe
ist eine beständige landschaft
ihre wiesen wachsen und vergehen
und bleiben in ihrem sein
ihre wolken ankern nie
nachts glitzern die regentropfen
wie verirrte sterne zwischen den straßen
verbünden sie sich in der stille
die unbedingte liebe
ist eine beständige landschaft
in ihrem mund ruhen die worte
der himmel hat unbestimmte farben
aber sie leuchten immer
selbst das grau der späten herbststunde
ist ein hafen für den augenblick
am schönsten sind die schlanken bäume
in den weiten wäldern
die den wind beheimaten
die unbedingte liebe
ist eine beständige landschaft
ist ein gelobtes land



Hermann Josef Schmitz




1 Kommentar 6.1.12 19:46, kommentieren

Schreiben





Jede Art zu schreiben ist erlaubt, nur nicht die langweilige.


Voltaire


7.1.12 19:49, kommentieren