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Klirren




"Wenn man das Holz der Glasbirke spaltet, gleicht das Geräusch dem Klirren von Glas."


Aus "Bis zum letzten Atemzug" von Anne Swärd


... gerade meine aktuelle Lektüre


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1.6.11 07:19, kommentieren

Unausweichlich



leerstände
ein angegrautes herz
zwischen den worten
wuchert verlust



Hermann Josef Schmitz



Und seit meinem Geburtstag neu in meinem Player:


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Danke, Stefan und Ellen, das ist tolle Musik.



2.6.11 11:03, kommentieren

Ohne Titel




Ich kann dastehen, weiter nichts; zusehen,
wie zart die Blätter in Bewegung sind, zuerst vergoldet,
dann frostkalt grünlich-blau gefärbt
mit dem Hinschwinden der Septembersonne
(und dem Auftauchen rauchender Nebel
und feuchter Dämpfe); und wie sich die Farben des Farns
abtönen von gelb zu braun, mit rötlichen Spitzen;
oder da drüben die Arabeske aus Blättern,
Kastanienstacheln - Ameisengewimmel wie immer
am moosigen Grund zwischen Pilzen und Schwämmen
und modernder, schuppiger Rinde;
und mich betrinken am Holzgeruch
in der Tiefe des Waldes.



Fabio Pusterla



juni 01


Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und an alle, für die wir in der Schweiz erreichbar sind: Wir sind morgen zum ersten Mal nach langer langer Zeit wieder auf dem Handwerksmarkt in Luzern


3.6.11 10:10, kommentieren

Danach




zwischen haut zwischen stoff
liegen dem herzschlag nachschauen
der über den boden stolpert ins nichts
am fenster die unruhigen ufer
über das jetzt reden und das danach
und sich freuen über das was kommt
danach und wieder





Hermann Josef Schmitz




juni 02

 

 

1 Kommentar 4.6.11 17:41, kommentieren

Liebe




"Ich liebe Dich wieder einmal wie noch nie."


Martin Walser


Das ist einer der wunderbaren Texte, die am Postkarten-Stand von
Caspar Bieler an den Solothurner Literaturtagen 2011 die noch bis einschliesslich heute sind, zu erwerben sind.



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Ich mag ihn heute so gerne, weil das gemeinsame Leben sich wieder aufgemacht hat ...



Solothurn ist immer sehenswert und in Verbindung mit der Wortdichte solcher Tage sowieso.

juni 06




juni 03

 


juni 04



juni 05


Und ganz ganz gerne weise ich heute noch auf die Lesung u.a. von
Marianne Rieter morgen in Freiburg hin.



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2 Kommentare 5.6.11 08:15, kommentieren

Na(e)he




die luftlinien
zwischen uns
die entfernung
der anvertrauten körper
bleibt
die zärtlichkeit
der worte
das übermaß
an liebe
nahe in mir




Hermann Josef Schmitz


6.6.11 07:12, kommentieren

Ordnen




Ich arbeite stehend, weil ich es nötig habe, meine Kräfte auszugeben.
Notizen, Papierfetzen, unbestimmtes Träumen. Jahrelang.
Eines Tages kommt der Einfall, das Konzept.
Dann beginnt die mühsame Arbeit des Ordnens.


Albert Camus



juni 02

 

 

7.6.11 07:12, kommentieren