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"Nicht die Tatsachen selbst machen das Leben schwer, sondern unsere Bewertung der Tatsachen."


Epictetus


1 Kommentar 1.3.11 07:07, kommentieren

Zuneigung




I


zwischen die
geschriebenen liebesworte
legte ich
unverpackte zärtlichkeiten
für dich


II


das ungeschriebene
im gefalteten brief
war wie der flügelschlag
einer amsel
dessen atem
die kalte luft beschrieb




Hermann Josef Schmitz


Mein Freund Rainer war im Mekong-Delta auf Radreise, hier einige erste Eindrücke. Fortsetzung folgt ...



2011-02_Vietnam_-_Highlights_(84) 

2011-02_Vietnam_-_Highlights_(73) 

2011-02_Vietnam_-_Highlights_(101)

 
2011-02_Vietnam_-_Highlights_(148) 

2011-02_Vietnam_-_Highlights_(194) 

2011-02_Vietnam_-_Highlights_(203)

© Rainer Dietz

Danke fürs Zeigendürfen


2 Kommentare 2.3.11 07:20, kommentieren

Bitte




Laß mir die Freiheit
der Wildnis
in meinem Herzen.
Gezähmt würde ich
vergehen,
vielleicht,
ohne dass Du es spürst.
Laß einen Fleck,
wo es wuchern kann,
auch wenn Du
dann keinen Einblick mehr hast.



Ju Sobing



1 Kommentar 3.3.11 07:19, kommentieren

Der einzige Ton




es war gleichgültig
ob die väter den söhnen
das weinen erlaubt hatten
an manchen tagen
war es der einzige ton
der aus der einsamkeit
von horizont zu horizont
schwang




Hermann Josef Schmitz



Und noch mal andere Bilder von Rainer Dietz aus Vietnam:

2011-02_Vietnam_-_Highlights_(140)

 2011-02_Vietnam_-_Highlights_(344)

 2011-02_Vietnam_-_Highlights_(244)

 2011-02_Vietnam_-_Highlights_(245)

 2011-02_Vietnam_-_Highlights_(246)

 

© Rainer Dietz

Und sehenswert ist die Seite von
Ju Sobing , deren Gedicht gestern hier war.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und der Herzensdame baldiges Gesundwerden.


1 Kommentar 4.3.11 07:15, kommentieren

Der Säntis




Der Säntis
 
    Frühling
 
Die Rebe blüht, ihr linder Hauch
Durchzieht das tauige Revier,
Und nah und ferne wiegt die Luft
Vielfarb'ger Blumen bunte Zier.
 
Wie's um mich gaukelt, wie es summt
Von Vogel, Bien' und Schmetterling,
Wie seine seidnen Wimpel regt
Der Zweig, so jüngst voll Reifen hing.
 
Noch sucht man gern den Sonnenschein
Und nimmt die trocknen Plätzchen ein;
Denn nachts schleicht an die Grenze doch
Der landesflücht'ge Winter noch.
 
O du mein ernst gewalt'ger Greis,
Mein Säntis mit der Locke weiß!
In Felsenblöcke eingemauert,
Von Schneegestöber überschauert,
In Eisespanzer eingeschnürt:
Hu, wie dich schaudert, wie dich friert!


Annette von Droste-Hülshoff


Seit einiger Zeit in meinem Player:


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1 Kommentar 5.3.11 08:22, kommentieren

Von fremden Schuhen und Räumen



im dritten raum
endlich
fand ich dich
du hattest
die fremden schuhe abgestreift
die man dir angezogen hatte
hemmschuhe wurden es
du hattest dich ihnen
nie angepasst

jetzt spürtest du wieder
boden unter den füssen
im dritten raum
endlich
brauchten wir
die beiden anderen räume
nur dann und wann noch
und blieben ohne schuhe
die wir uns nicht mehr anziehen liessen



Hermann Josef Schmitz


Und ab und zu mag ich auch klassische Musik ...




1 Kommentar 6.3.11 07:36, kommentieren

Herzen




Immer sind es die
Herzen der Menschen
die fragenden ängstlichen mutigen
Herzen der Menschen,
die Häuser bauen zum Leben.




Anne Steinwart



7.3.11 07:03, kommentieren