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Spiele




1972: das Jahr, in dem Katja erwachsen wurde, und ihre erste Liebe sie verriet und von ihr verraten wurde. 1972 war aber auch das Jahr, in dem mit der Geiselnahme der israelischen Sportler die demonstrative Weltoffenheit der olympischen Sommerspiele aufs Brutalste torpediert wurde. 20 Jahre später beginnt für Katja eine Suche nach dem, was damals wirklich geschah. Und es zeigt sich, wie sehr die private Geschichte mit der grossen, politischen zusammenhängt.




Klappentext des Romans "Spiele" von Ulrike Draesner







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Wenn auch spät, aber sehr sehenswert um 0:15 Uhr auf Arte:

Emil Nolde - Farbe und Landschaft eines Malers



1 Kommentar 1.8.10 08:00, kommentieren

Mühsam




die vergänglichkeit des lebens will ich nicht missen das reifen der berge der satte regen der ins gras blüht die vergänglichkeit der farben der dinge ein sicherer satz all das lässt sich verstehen will ich nicht das es wieder dauert bis meine augen deine hände sehen und ein schweigen aus staunen über dein gesicht strahlt das es wieder dauert und das warten manchmal eine mühsame zeit ist

 





Hermann Josef Schmitz




1 Kommentar 2.8.10 06:38, kommentieren

Unterschied




Dreifach ist der Schritt der Zeit:
Zögernd kommt die Zukunft hergezogen,
Pfeilschnell ist das Jetzt entflogen,
Ewig still steht die Vergangenheit.




Friedrich Schiller



juli 03 

3.8.10 07:16, kommentieren

Erinnerung




wo denn in der weite
zwischen tagen und nächten
sollte ich dich suchen
die grenzmarkierungen
sind längst überwuchert
die nächte fressen am licht
es bleibt nichts mehr
auch dein einziger schirm
war dem wind geweiht
der unerwartet im sommer kam
aber es bleibt
wenn ich keinen erfolg habe
beim suchen ein einziger tag
im august dein tag
an dem du mit einem satz
mit einem gelassenen satz
zwischen zwei zigarettenzügen
die wunde geschlossen hast
das bleibt und bleibt
als erinnerung




                                               für P.



Hermann Josef Schmitz




2009-08-02 st

© Annemarie Aeschbacher


1 Kommentar 4.8.10 07:00, kommentieren

A hard days night




It's been a hard days night,
And I've been working like a dog,
It's been a hard days night,
I should be sleeping like a log.
But when I get home to you
I find the things that you do
Will make me feel alright.


You know I work all day
To get you money to buy you things,
And it's worth it just to hear you say,
You're gonna give me ev'rything.
So why on earth should I moan,
'Cos when I get you alone,
You know I feel O.K.


When I home ev'rything seems to be right,
When I home feeling you holding me tight, tight, yeah.


It's been a hard days night,
And I've been working like a dog,
It's been a hard days night,
I should be sleeping like a log.
But when I get home to you
I find the things that you do
Will make me feel alright.


So why on earth should I moan,
'Cos when I get you alone,
You know I feel O.K.


When I home ev'rything seems to be right,
When I home feeling you holding me tight, tight, yeah.


It's been a hard days night,
And I've been working like a dog,
It's been a hard days night,
I should be sleeping like a log.
But when I get home to you
I find the things that you do
Will make me feel alright.
You know I feel alright.



The Beatles



Und mit Musik: hier

Sehenswert heute: 
The Beatles, from Liverpool to San Francisco/ Arte/ 21:40 Uhr


2 Kommentare 5.8.10 06:45, kommentieren

Nachts




sammelst du fensterblicke
das funkeln der katzenaugen
brüchiges laternenlicht
jagst hinter dem hellen ton
der von den sternen fällt
und verschliesst den dunklen träumen
die tür





Hermann Josef Schmitz





juli 04


Geniesst ein lichtvolles Traumwochenende und seid herzlich gegrüsst.






3 Kommentare 6.8.10 06:51, kommentieren

Hochseil




Wir turnen in höchsten Höhen herum,
selbstredend und selbstreimend,
von einem Individuum
aus nichts als Worten träumend.


Was uns bewegt - warum? wozu? -
den Teppich zu verlassen?
Ein nie erforschtes Who-is-who
im Sturzflug zu erfassen.


Wer von so hoch zu Boden blickt,
der sieht nur Verarmtes, Verirrtes.
Ich sage: wer Lyrik schreibt, ist verrückt,
wer sie für wahr nimmt, wird es.


Ich spiel mit meinem Astralleib Klavier,
vierfüßig - vierzigzehig -
Ganz unten am Boden gelten wir
für nicht mehr ganz zurechnungsfähig.


Die Loreley entblößt ihr Haar
am umgekippten Rheine ...
Ich schwebe graziös in Lebensgefahr
grad zwischen Freund Hein und Freund Heine.

 





Peter Rühmkorf



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