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Silberstreif





es war gut
schnee verging
wind riss die brüchigen äste
von den leeren bäumen
räumte den himmel glatt
noch lag müdes gras
im abfluss der zeit
trieb der fluss durch
kieselgraue betten
lungerte voller ungewissheit
an ausgehungerten ufern
und am horizont
kam ein silberstreif
und noch einer
und noch einer
kam
und legte sich hinter den
aufgewachten augenblick




Hermann Josef Schmitz



Inspiriert durch diese Glaskunst emotion:




silberstreif 

3 Kommentare 1.3.10 06:49, kommentieren

Formen




"Lichter und Schatten enthüllen die Formen."


Le Corbusier

 

februar 25

 

 

1 Kommentar 2.3.10 07:21, kommentieren

Fernweh




Am Montag hat Ellen von
Seelenruhig zum nächsten Kreativtag aufgerufen:




fernweh_450



Wir werden wieder mit einem perlpoetischen Projekt erscheinen und freuen uns schon auf den 10. Mai 2010. Und an dieser Stelle einmal mehr, liebe Ellen, ein ganz liebes Dankeschön für Deine Unermüdlichkeit, hier Begegnung zu schaffen. Das ist einfach wunderbar.



Das folgende Gedicht ist noch nicht mein Kreativtagbeitrag, aber die erste Inspiration, die aus Ellens Idee entstand:

 

spuren deiner hände
wieder finden
dein lachen im gehör
ein schalk im nacken
unter baumschirmen
räkeln sich katzen
flussterne fängst du
am ufer
ersehnst die bewegung
des mundes
wenn die worte
von mehr sprechen
als von liebe



Hermann Josef Schmitz





2 Kommentare 3.3.10 06:36, kommentieren

Das Wichtigste ...




Ein Weiser wurde gefragt, welches die wichtigste Stunde im Menschenleben sei, welcher der bedeutendste Mensch, und welches das notwendigste Werk, das man zu tun habe.
Die Antwort des Weisen lautete: "Die wichtigste Stunde ist stets die Gegenwart, also die Stunde jetzt. Der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht. Und das notwendigste Werk ist immer die Liebe."





Meister Eckhart




februar 28 


Schiller - Liebe (mit Mila Mar) und im Anhang "Der Prophet"


1 Kommentar 4.3.10 07:10, kommentieren

Fremd




die väter
haben nichts mehr zu erzählen
am abend
ist es zu kompliziert geworden
dieses künstliche leben
in dem die worte
viel zu selten stimme haben
der bildschirm erklärt
wie der tag funktioniert
es passiert alles und doch nichts
bleibt verborgen
manchmal
wenn sie die hohen häuser
verlassen fragen sie sich
was das eigentlich ist
was da passiert
und selten kommt es vor
das sie sich nicht
wieder erkennen

 





Hermann Josef Schmitz



Ich wünsche Euch ein erholsames Wochenende und schaut gut zu Euch und Euren Lieben.


1 Kommentar 5.3.10 07:28, kommentieren

Eine Insel





ich habe mich so oft verloren
zieh von Ort zu Ort
nirgendwo bin ich zu Hause
laufe vor mir selber fort
ich suche deine Liebe
und ziehe mit dem Wind
um dich zu finden
meine Insel


eine Kraft, die alles ändert
eine Kraft, die Lachen bringt
eine Kraft, die uns gehörte
die nur noch verhalten klingt
ich suche deine Liebe
und ziehe mit dem Wind
um dich zu finden
meine Insel


eine Insel im Meer
so stark in meinen Träumen
wie sehn ich mich nach ihr
nach einem festen Platz
mein Eiland, mein Schutz
meine Liebe zu ihr
bleibt ungenannt
und tiefer als das Meer


die Insel ist in dir und mir
das weiß ich schon so lang
wo nehmen wir die Werte her
wir fangen wir neu an
ich habe nicht gelernt zu lieben
ziehe mit dem Wind
um dich zu finden
meine Insel






Klaus Hoffmann



Und
hier die Live-Version dieses wunderbaren Liedes.


Übrigens - das wäre nicht mehr nötig gewesen ...

märz 03
Heute morgen um 07:00 Uhr in meinem Garten.

3 Kommentare 6.3.10 09:31, kommentieren

Rosenherz




leise umschliesse ich
dein rosenherz
und bette es in zärtlichkeit



Hermann Josef Schmitz




Emerson, Lake & Palmer - Lucky man

3 Kommentare 7.3.10 08:43, kommentieren