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Willkommen in 2010




Es ist nicht unsere Aufgabe
einander näher zu kommen
so wenig wie Sonne und Mond
zueinander kommen
oder Meer und Sand.
Unser Ziel ist es,
einander zu erkennen
und einer im anderen das zu sehen
was er ist: Gegenstück und Ergänzung.

 


Hermann Hesse





Ich wünsche Euch einen guten Start in 2010, viele Menschen die bereit zum Erkennen sind und die mit uns auf dem Weg durch das neue Jahr sind, uns bereichern, erfüllen und Gegenstück und Ergänzung sind. Und habt immer genug Liebe im Herzen.
 

 

sylvester 01

 sylvester 02

 sylvester 03

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 sylvester 09

 

5 Kommentare 1.1.10 09:48, kommentieren

Wir bekommen das schon hin



I

 

müde klopft die verbleibende zeit an ihr ziel die tage wechseln ihre zahlen und auf dem gipfel kürzen sich schatten liegen zwischen den stillen worten der regen ist aufgegangen ein letztes weiß flog gestern als wolke davon ist der regen aufgegangen am grauen fenster die leeren balkone entblössen auch die letzte satellitenschüssel hier spricht man nicht mehr miteinander in der ferne warten die herzschläge auf deiner zunge und ich will mit dir am fluss gehen luft holen und den schleier aus dem blick wischen

 

 

II

 

hinter dem flussufer wartet ein neues jahr es hat die gleichen zahlen und uhrzeiten die fahrpläne wartezeiten zustandsmeldungen werden sich verändern die ufer des flusses neue säume haben an denen sterne herzhaft werden die steine unermüdlich geschliffen das licht kriecht unter den aufgegangenen schnee und hütet die wurzeln der jahreszeiten einen teppich aus wünschen legen sie in die erste stunde krude vorsätze nachlesen anfänge bei sich selbst bleiben nichts versuchen was erzwungen gemeint alles beschützen was wichtig und wirklich bedeutend einzig die menschen die mit dir unterwegs sind und den brunnen der liebe hüten

 

 

III

 

an den kreuzungen wird sich das leben aufs neue entscheiden es bedarf zuversicht mut ein stück widerstand widerspruch und unpassende worte zu passender zeit an den kommenden kreuzungen bittet dich das neue jahr um zuspruch umarmung bedingungslose liebe

 

 

IV

 

noch ist die zeit ungekämmt masslos ungehemmt noch sind die tage unbesprochen ereignislos unsichtbar aber wir bekommen das schon hin wir bringen das neue jahr in form vermessen es füllen die leeren speicher mit ereignissen und vermeintlichen wichtigkeiten und stehen hoffentlich nicht am schluß mit leeren händen da

 

 

V

 

einzig die liebe ist sicher und bleibt doch ungewohnt und will nicht zur gewohnheit werden einzig sucht sie neue landschaften in herz und seele und auf den lichtungen nackter haut einzig findet sie sich in landschaften aus stille glas wort und zärtlichkeit einzig ruht sie sich in grün und blau einzig ist die liebe sicher




Hermann Josef Schmitz






sylvester 06

 sylvester 07

 sylvester 08

 

3 Kommentare 2.1.10 07:56, kommentieren

Lichtsaat



Sternsamen
die morgen aufgehn
in einer einzigen
gleißenden Blüte



Christoph Wilhelm Aigner ... gefunden im Poetenladen

 

 

3.1.10 08:44, kommentieren

Suchen



ich suche dich in jedem tag
und will nicht alles von dir finden
denn wäre alles mir vertraut
was bliebe dann an neuem
was die liebe nährt
ich suche dich so gerne jeden tag
und bin auf diese weise
so gerne auf der reise durch die jahre



Hermann Josef Schmitz

 

 

Gestern war letzter Tag der Ausstellung von Michel Comte im Museum für Gestaltung in Zürich. Dort boten sich uns anschliessend auch noch ein paar andere Eindrücke.

 

 

comte 01
comte 01aa

comte 01a

comte 02

 

 

Und noch ein bisschen Musik zum Ansherzlegen ...

Hellmut Hattler/Siyou'n'Hell: So Low - live 2009 (HD)





2 Kommentare 4.1.10 09:09, kommentieren

Mit Brille



Mit Brille reicht meine Wut
bis über die Straße
Du sagst, es störe
Dich nicht, wenn meine
Kapuze dabei nicht
nur mein verwaschenes
Haar vor Regen, sondern
auch meine Wimpern
vor fremdem Nagellack
schützt. Ich gehe zwei
Schritte vor und einen hinter
Dir, sammle Höhenmeter statt
Herzen.




knietief im nichtsdestotrotz

 

 

zürichsee 02

zürichsee 03

 

Musik von Helmut Hattler - Scion

 

 

2 Kommentare 5.1.10 10:01, kommentieren

Aufgescheucht




ein flug wintervögel
gegen den federstrich
ein aufgescheuchtes wort
unter dem blauen tuch
der kantigen schneeberge





Hermann Josef Schmitz



2 Kommentare 6.1.10 09:04, kommentieren

Geborgen



Geborgenheit.
Als wäre ich in mir selbst geborgen.
Als hätte ich die Gewissheit, das Richtige zu tun.
Die Gewissheit, ja, aber nicht die Sicherheit.
Ein aufblitzender Gedanke: Das Rätsel des Lebens
habe ich noch nicht gelöst.
Gibt es eines zu lösen?
Gilt es nicht, ganz einfach nur zur leben?





Angelika Mechtel



Dazu Musik & Clips aus dem wunderbaren Film "Bella Martha": 1 2 3


1 Kommentar 7.1.10 05:38, kommentieren