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Authentisch




"In jedem Einzelnen von uns steckt ein wahrer authentischer Schwung. Etwas, womit wir geboren werden. Er gehört uns und uns ganz allein. Keiner bringt ihn dir bei. Und du kannst ihn nicht lernen. Etwas, das man sich bewahren muss."




aus Die Legende von Bagger Vance



Ein wunderbarer philosophischer Film über das Leben und eine ganz andere Sicht auf das Golfspiel. Wir haben ihn gestern gesehen und kamen zu der Erkenntnis, schon lange nicht mehr einen so guten und berührenden Film gesehen zu haben. Die Youtube-Sequenz (nur in Englisch verfügbar) beinhaltet den obigen Text.



1.11.09 10:47, kommentieren

Gewinner

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Und hier sind - frisch ausgelost von der Glücksqueen
Artisanne  - die Gewinner der angekündigten Verlosung vom 17.10.2009:


Drei mal 2 neue Postkarten gewinnen:

Das Orangenmädchen
Marie
Helga Schmidt von Steinreich und
Heike Dreissigacker.

Das Buch Du gibst Grün für mein Blau hat Miroslav B. Dušanić zum Gewinner erkoren.

Und mein neues Buch Am und hinter dem Meer findet seinen Platz bei Helmut Maier.


Herzlichen Glückwunsch Euch und viel Freude mit den Gewinnen. Und teilt mir bitte noch Eure Postadressen mit, damit ich's nächste Woche zuschicken kann.

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6 Kommentare 1.11.09 11:10, kommentieren

aufgebracht



spät lüften sich novemberfrauen
im milden licht des nachmittags
und weiten ihre arme aus
als wollten sie die welt ein letztes mal umarmen
am hellen fluss schleift wassers zeit
die grossen und die kleinen steine blank
und mitten in der blätter leisen fall
schreit ein erschrockener vogel aufgebracht





Hermann Josef Schmitz


3 Kommentare 2.11.09 07:02, kommentieren

Der Liebende





Er erfand die Nacht.
Er erfand die Täuschungen des Atems
und die Vielfalt der Hände.


Er erfand die Tür,
die sich nur zum Hineingehn öffnet
und den Wind, der spricht.


Er erfand
ein paar Wörter,
die niemand ändert
und die sich dauernd ändern.


Wäre ich mit ihr schlafen gegangen,
hätte ich ein Zimmer kennengelernt,
das ich mir ausdachte,
wenn ich nicht schlafen konnte,
so
streichle ich ihre Wange,
spüre ihre Schenkel an den meinen,
so
verabschiede ich mich
mit meiner Fantasie,
die Türen öffnet
und zu lange wartet.



Ich habe früher viele Briefe geschrieben:
Ich möchte dich sehen,
bald,
komm morgen,
kämst du heute schon.
Habe ich es verlernt?
Oder ist,
was mich stumm macht,
gestiegen
und löscht die Adressen,
die ich bewohnen wollte?




Peter Härtling




Nr-25 

 

 Nr-26



Mehr Bilder von Uta Lösken und diesem Garten findet ihr
hier.

Und ich danke Dir und
Traumtuch sehr herzlich für den Kreativ Award, den Ihr mir verliehen habt. Das freut mich sehr.







1 Kommentar 3.11.09 19:53, kommentieren

... und blieb

 

in der festgezurrten stille
lagen ungesprochene sätze
als du weintest
verging dein zitterndes herz
und blieb

 

 

Hermann Josef Schmitz




3 Kommentare 4.11.09 07:03, kommentieren

Novembermorgen




Eh die Tage der Pflaumenblüte
mir noch einen Aufschub gewähren
schenke ich denen die nach mir kommen
meine Nester im Sommerlaub
alle junifarbnen Gewänder
womit ich mein Land vermessen
Wolken
durchs kahle Geäst
bevor die Abendröte einstürzt


Schon hat der Pfau der nachts im Baum
über mir seinen Traum ausschrie
eine tollwütige Füchsin gerissen


Noch liege ich zwischen den Ländern
während
Orion vom einen ins andere geht






Margarete Hannsmann



5.11.09 06:53, kommentieren

ein letzter satz




felszungen lecken
an den rändern
der nebelschalen
verschwunden die türme
der nacht
ein letzter satz
entgleitet wortlos





Hermann Josef Schmitz





november 01

© Annemarie Aeschbacher … manchmal nimmt sie die Farben auch anders in die Hand.


Ich wünsche Euch ein Novemberwochenende voller Farben und Lichtblicke.



3 Kommentare 6.11.09 05:42, kommentieren