Wortgarage

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90 Jahre Bauhaus

 

 

„Für welchen Beruf auch immer – Ihre innerli­che Verpflichtung muss so tief sein, dass Sie nie von Ihrem Ziel abgelenkt werden können. Wie oft auch der Faden aus Ihrer Hand gerissen wird, müssen Sie genug Geduld entwickeln, dass Sie ihn immer wieder anknüpfen. Handeln Sie so, als ob Sie ewig leben würden, und planen Sie weit nach vorne. Damit meine ich, dass Sie sich ohne Zeitgrenzen verantwort­lich fühlen müssen, und die Frage, ob Sie noch auf dieser Welt sind, um die Resultate zu sehen, darf von Ihnen überhaupt nicht gestellt werden.

Wenn Ihr Beitrag wesentlich war, dann wird immer jemand dort wieder anfangen, wo Sie aufgehört haben, und das wird Ihr Anspruch auf Unsterblichkeit sein.“

 

Walter Gropius

 

 

1 Kommentar 1.4.09 05:44, kommentieren

Wankelmütig



dieses porzellandünne schweigen
hinter den augen
könnte ein einziges wort
die stille aufreissen
ihre tränenbündel
bleiben verschnürt
entlang der blutbahnen
risse unsichtbar
verschlossen die abgründe
wankelmütig der sonnentag

 

 

Hermann Josef Schmitz

 

 

wankelmütig

 

 

2.4.09 16:43, kommentieren

Worte hören

 

 

Ich schreibe nicht, weil,
ich etwas besseres weiss.
Wenn das Telefon läutet
würde ich auch gerne
Worte hören, die mir
einiges leichter machen.
Deshalb steht meine Nummer
im Telefonbuch.

 

 

Charles Bukowski

 

 

3.4.09 17:46, kommentieren

Bei mir

 

 

du sprachst
von der farbe des wassers im kanal
von der üppigen sonne
im kargen baumgerippe
du hattest dieses frohe vibrieren
in deiner stimme
als du von der gepflanzten rose erzähltest
von unseren katzen im laub
und ich kannte die tragweite
deines augenblicks in der ferne
war mir das leben mit dir
weit wie das ziel der zeit
blieb der geruch deiner haut
gebrochen die lichtlosen tage
sonnenhell der aufgelöste schnee
bei mir

 

Hermann Josef Schmitz

 

 

 perle

 

 

 

2 Kommentare 4.4.09 18:59, kommentieren

In Abschnitten

 

"Wer nur in Abschnitten lebt, dem fehlt die Spannweite, die Tragweite, der Sinn des Ganzen. Der lebt in laschen, kleinen, nichtssagenden Stücken. Bei dem kommt am Ende alles zu kurz."

 

Daniel Glattauer aus:  Alle sieben Wellen

Und bevor man "Alle sieben Wellen liest", ist "Gut gegen Nordwind" unbedingt zu empfehlen. "Alle sieben Wellen" versteht sich dann besser.

Ich habe beide Bücher verschlungen :-)

 

wellen

1 Kommentar 5.4.09 20:20, kommentieren

lichtgefülltes blau

 

lichtgefülltes blau
legte sich wie ein geschmeide
auf die moosgrünen baumhälse
reckten sich zueinander
auf der lichtung
lagen schattenflecken
aus grauem schnee
nahm dem pochenden gras
das aufatmen
in den erinnerungen
war die zeit hier
eine andere gewesen
und die bäume
trostreiche begleiter am weg

 

Hermann Josef Schmitz

 

 

4 Kommentare 6.4.09 10:08, kommentieren

Neue Wunder

 

Im Traumorient
vieltausend Nächte verbringen.



Mit Menschen und Dingen
Freundschaften schließen.



Neue Verse und
Wunder erfinden.

 

Rose Ausländer

 

Danke für die innige Post, liebe Beate.

Und heute herzlichen Glückwunsch an Evi Kraft, meine liebe Kollegin zu ihrem Geburtstag. Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start in ein Jahr voller Wunder, schöner Überraschungen und inniger Erfahrungen.

 

1 Kommentar 7.4.09 09:17, kommentieren