Wortgarage

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Willkommen in 2009

 

 

"Ich bin begeisterungsfähig, interessiere mich für die Fantasien anderer. Wegen meiner Neugier würde ich viel ausprobieren. Es gibt Dinge, wo man immer wieder an Hemmschwellen stösst, die man überwinden will. Etwa bei der Äusserung von Emotionen. Über eigene Grenzen zu gehen ist Teil meiner Arbeit. Mein Ziel ist, ein breiteres Spektrum bei meinen Ausdrucksmöglichkeiten zu gewinnen."

 

Auszug aus einem Interview mit Julia Jentsch

 

Ich wünsche Euch ein gutes Ankommen im neuen Jahr, viele Möglichkeiten zum Ausprobieren und Entwickeln und Freude, gute Grenzen auszuloten und zu erfahren.

 

Und weil der Blog auch immer wieder andere Fenster öffnen mag, heute wieder 2 Kinotipps:

 

Ein Geheimnis und
Jerichow
und leise Musik:

 


1 Kommentar 1.1.09 09:04, kommentieren

Und es war gut

 

 

du gingst
über leuchtende dezemberwälder
hinweg
das gesprochene wort
die erinnerungen
den feinen stoff
und einen letzten herzschlag im gepäck
du gingst
am verschlossenen brunnen vorbei
das milde licht der späten tage
hüllte die weite in nebelblau
gingst du
über leuchtende dezemberwälder
entlang der chiffrierten steine
einen letzten biss vom gereiften apfel
und ein lachen über dich selbst
gingst du
über leuchtende dezemberwälder
an silbernen flüssen
baumgrünen horizonten
hinaus
bis zu den himmeln
hinauf
gingst du

und es war gut

 

                                                    In liebevoller Erinnerung an P.


Hermann Josef Schmitz

 

 


5 Kommentare 2.1.09 07:01, kommentieren

Time

 

"Lost time is not found again./
Verlorene Zeit findet sich nie wieder."

 

Bob Dylan

 

Und heute einmal mehr ein musikalischer Tipp: KunztStücke - 15 Duette aus Hamburg und ein Anspieltipp, den es leider noch nicht bei Youtube gibt ist "Gute Mächte" von Xochil & Nils Wülker

 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

 

3.1.09 08:37, kommentieren

Verbunden

 

 

ungewohntes licht streunte durch die ungeordneten wege der wälder, warf schatten und entkam ihnen. die buchenstämme deiner geliebten bäume schimmerten im silbernen glanz. tage hatten sich geschlossen wie monate und jahre und allen blieb einzig erinnerung und erfahrung. ungesagtes schrieb sich auf vergessenes papier und leuchtete entgegen dem vergessen. die begegnungen längst vergangener tage schrieben sich dankbar neu in die gedanken. das leben war eine einzige sammlung von verschlüssen und öffnungen. wenn der tag sich verschloss, öffnete sich im wechsel des lichtes ein neuer tag. wolken erfanden sich neu und schrieben regensilben in die weite der wiesen und felder. leben blühte auf, leuchtete, reifte, versank, entstand neu und die geliebten bäume blieben in ihrem stolz im aufgehen und verblühen.

du kamst in die tage, gingst in die nächte, kamst aus den tagen und bliebst nie in den nächten. als die zeit gekommen war, neu zu beginnen, legten deine augen eine unverloschene spur in den schneelosen dezembermoment und dein atem faltete sich am dunkelgrünen tannenberg zusammen. sie hatten den weiher von den schattenschlägen befreit und unter dem gefrorenen wasser atmete ein kommender frühling. du gingst aus den tagen und nächten und der fluss trieb ruhig im tal. einzig der gesang der vögel blieb stumm an diesem morgen. am ende des flusstales gleisste die sonne über die weite deiner verbundenen heimat.

 

 

 

Hermann Josef Schmitz

 

 

 

 

4.1.09 00:16, kommentieren

Gemeinsam

 

 

"In der Gemeinschaft
wächst der Einzelne
über sich hinaus.
Ist die Gruppe im Einklang,
werden grosse Dinge
spielend leicht bewegt."

 

Luise Kött-Gärtner

 

 

 

januar09 118

 

 

 

1 Kommentar 5.1.09 09:04, kommentieren

Ataraxia II

 

 

ruhe3

 

 

am ende der geschriebenen zeit
verströmte der fluss
sich in die tiefe des meeres
zerbrachen täler
kerbten atemsegel den wind
am ende der augenstrassen
sprach die erinnerung
entgegen der verschwiegenheit
die gesprochenen worte
vergangener zeit neu auf
am ende der flussläufe
verstummten die blätter
schrieb sich die seele
aus geschundenem papier
hinaus in die weite




Hermann Josef Schmitz

 

 

ruhe4

 

 

ruhe5

 

 

 

3 Kommentare 6.1.09 07:26, kommentieren

Team

 

"Was mich fasziniert ist, dass Menschen zusammenkommen und ihre Aufmerksamkeit auf eine Geschichte, ein Thema richten. Für mich hat das eine besondere Kraft."

 

 Auszug aus einem Interview mit Julia Jentsch

 

 

 

7.1.09 06:39, kommentieren