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Tun

 

Lass dich nicht davon abbringen, wenn du etwas tun willst. Wenn Liebe und Inspiration vorhanden sind, kann es nicht schiefgehen.

 

Ella Fitzgerald

 

 

 

2 Kommentare 1.6.08 00:10, kommentieren

Rosenlippen

 

 

deine aufblühenden rosenlippen
verschlossen die sommernächte
bis zum morgen
gingen die sätze nicht auf
aber das leben ruhte sich aus
unnahbar sein üppiger herzschlag
und sagte kein wort
im land voller gras

 

Hermann Josef Schmitz

 

 

1 Kommentar 2.6.08 07:00, kommentieren

Glücklich

 

 

Das Glück beruht oft nur auf dem Entschluss, glücklich zu sein.

 

Lawrence Durrell

 

 

 

3.6.08 07:16, kommentieren

Am Morgen

 

 

schweigeräume
schmetterlinge weiden
im regentropfenmosaik
windschatten auf
tonspuren
vorgefertigte meinungen

 

Hermann Josef Schmitz

 

 

2 Kommentare 4.6.08 07:16, kommentieren

Unaufhaltsam

 

 

Das eigene Wort,
wer holt es zurück,
das lebendige
eben noch unausgesprochene
Wort?

Wo das Wort vorbeifliegt
verdorren die Gräser,
werden die Blätter gelb,
fällt Schnee.
Ein Vogel käme dir wieder.
Nicht dein Wort,
das eben noch ungesagte,
in deinen Mund.
Du schickst andere Worte
hinterdrein,
Worte mit bunten, weichen Federn.
Das Wort ist schneller,
das schwarze Wort.
Es kommt immer an,
es hört nicht auf an-
zukommen.

Besser ein Messer als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft
am Herzen vorbei.
Nicht das Wort.
Am Ende ist das Wort
immer
am Ende
das Wort.

 

Hilde Domin

 

 

2 Kommentare 5.6.08 07:17, kommentieren

Los

 

 

sie geben dir keine nummer
mit der du in ihrem leben
einen platz bekommen würdest
so bleibt dein leben
im verborgenen
auf der flucht
vor den nummernkontrolleuren
an den grenzen
geben sie dir auch keine nummer
du hast kein land
in dem du leben darfst
dein wort bleibt in der stille
ein stummer schrei
der nichts verlangt
als ein gesicht zu wahren
in ihrem leben zu bestehen
in deinem leben anzukommen

 

Hermann Josef Schmitz

 

 

 

6.6.08 19:14, kommentieren

Die eine Rose

 

 

Die eine Rose überwältigt alles
Die aufgeblüht ist aus dem Traum
Sie rettet uns vom Grund des Falles
Schafft um uns einen reinen Raum
In dem nur wir sind und die Rose
Und das Gesetz, das sie erweckt
Und Tage kommen, reuelose
Vom Licht der Rose angesteckt

 

Verfasser unbekannt

 

 

7.6.08 05:50, kommentieren