Wortgarage

Geborgt




landschaft in der ich
mich wieder finde


die alten kirschbäume
blühen unverändert
trägt ihre haut harzige wunden


ungestört leuchten
in den verwitterten wiesen
löwenzähne und schaumkraut


im lichtsäulengewitter
zwischen zwei tonläufen
berühren dich die bekenntnisse
in der heimatsprache


nichts ist weiter
als der kommende tag
nichts ist sicherer
als das geborgte leben




Hermann Josef Schmitz


9.5.12 07:28, kommentieren

Mai




Mit Maiglöckchen
Läutet das junge Jahr
Seinen Duft


Der Flieder erwacht
Aus Liebe zur Sonne
Bäume erfinden wieder ihr Laub
Und führen Gespräche


Wolken umarmen die Erde
Mit silbernem Wasser
Da wächst alles besser


Schön ists im Heu zu träumen
Dem Glück der Vögel zu lauschen


Es ist Zeit sich zu freuen
An atmenden Farben
Zu trauen dem blühenden Wunder


Ja es ist Zeit
Sich zu öffnen
Allen ein Freund zu sein
Das Leben zu rühmen



Rose Ausländer



grün 02


8.5.12 07:33, kommentieren

Neubeginn




die trügerische stille
am ende der wundgelaufenen treppen
lauern die schweigenden schatten
des verschwendeten lichts



Hermann Josef Schmitz


Was für ein großartiges BAP-Konzert gestern im Palladium in Köln. Wolfgang Niedecken ist wieder da und dat is joot su ...
Tolle Stimmung, 2 3/4 Stunden klasse Rock'n Roll-Musik und berührende Momente ... vielen Dank !!!


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Und das letzte Stück des Konzerts "Für immer jung" - was für eine Hymne ...



1 Kommentar 7.5.12 11:44, kommentieren

Verdamp lang her



"Für jeden gibt es irgend etwas Wichtiges, das verdammt lang her ist."




Wolfgang Niedecken



Er ist wieder da und wir freuen uns heute Abend auf das erste Konzert von Wolfgang Niedecken und BAP nach seiner Krankheit in Köln im Palladium.


Und hier eine andere Version des großen Klassikers "Verdamp lang her" ...




1 Kommentar 6.5.12 09:16, kommentieren

Bedingungslos




dem farbigen himmel der über den rapsfeldern die jahrestage kommen in greifbare nähe ein lichtfenster in dem sich die zärtlichkeit nährt ein staunen über das entdeckte das unbegreifbar schien jetzt können die pläne hinten anstehen es ist zeit nicht mehr zu entscheiden sondern gewissheit zu haben das der farbige himmel der platz ist an dem du dein schiff anlegen kannst hinaus gehen wirst in das leben eine hand die dich fester hält und eine hand die dich frei macht und dir ab und zu zeigt welche möglichkeiten das leben zur verfügung hält die liebe auf die entfernung mag mancher fragen das ist die falsche frage es gilt nicht zu fragen ob die liebe hält liebe ist etwas unhaltbares sie ist die größte freiheit und unbändig wenn wir sie nicht halten wo kämen wir denn mit angezogenen bremsen hin was wäre mit den gefühlen wenn sie eingespannt in ihr geschirr mit scheuklappen und pausen die angesagt wären du musst sie unbedingt sein lassen ohne bedingungen wächst sie wie eine aufgehende blüte wie ein flügge gewordener vogel der sein nest verlassen hat wächst sie und erfindet sich neu der farbige himmel ist wie eine meeresstrasse nicht fassbar aber ein offenes fenster zu einem weiten horizont dorthin will ich und weiter und ohne fragen zu stellen mich wagen und ohne die liebe zu halten denn sie macht uns frei und verbindet uns damit zu dem was uns im leben genügt ungeschliffene zeit ein weiter horizont eine lichtung auf der sich der tag teilt nächte voll sommerglanz ein arm der dich hält und einer der dir den freien weg mit zärtlichen händen zeigt




Hermann Josef Schmitz


grün 01


5.5.12 09:05, kommentieren

Beflügelnd




Wer eine Freude festzuhalten sucht,
zerstört das beflügelte Leben.
Wer die Freude küsst in ihrem Flug,
lebt im Sonnenaufgang der Ewigkeit.


William Blake



Ein wunderbares, leuchtendes und beflügelndes Wochenende wünsche ich Euch.



1 Kommentar 4.5.12 07:32, kommentieren

In der Frühe




an dein frühes fenster
lege ich den flaum
grüner wiesen
gelber forsythien
blauer federn
roter träume
an dein frühes fenster
lege ich meine zärtlichkeit



Hermann Josef Schmitz



1 Kommentar 3.5.12 07:30, kommentieren