Wortgarage

Bereit


wir gingen
die hügel hinauf
das licht des
frühen jahres
hatte einen anderen geschmack
an den schattenseiten
nistete schnee
flügel lagen auf
nüchternen farben
später verband
sich dein schritt
mit der schwelle
des flusses
an der grenze
zum licht
gingen wir
die hügel hinauf
stellten uns
dem leben
und waren
bereit



                                                   für Annemarie




Hermann Josef Schmitz



januar 02

28.1.12 06:38, kommentieren

Paris at night




Drei Zündhölzer eines ums andre angezündet
in der Nacht
Das erste für dein Angesicht
Das zweite für deine Augen
Das dritte für deinen Mund
Und dann mag die Nacht mir all das wieder
ins Gedächtnis bringen
Wenn meine Arme dich umschlingen.


Jacques Prévert




Gute Tage und Nächte an diesem Wochenende für Euch und erholsame Zeit.

27.1.12 07:21, kommentieren

Falsch




hinter der fassade
aus freundlichkeit
lagert das lob
in giftfässern



Hermann Josef Schmitz

26.1.12 07:20, kommentieren

Fließend




Eines ist nur wahr neben dem anderen, und ich denke immer, die Welt ist geräumig genug vorgesehen, um alles zu erfassen: das, was war, muß nicht von der Stelle geräumt, nur langsam verwandelt werden, so wie das, was sein wird, nicht von den Himmeln fällt im letzten Augenblick, sondern immer schon neben uns, um uns und in unseren Herzen sich aufhält, auf den Wink wartend, der es ins Sichtbare ruft.


Rainer Maria Rilke



Heute wird mein Sohn Christian 22. Es soll Dir weiter so gut "laufen" und das neue Jahr Dir vieles schenken, das Dich glücklich macht. Und das Eine und Andere hast Du selbst in Hand und weißt darum. Ich wünsche Dir Von Herzen alles Liebe.




25.1.12 07:23, kommentieren

Sein




wir bieten uns
dem leben an
wir haben alle
sinne an bord
und das segel
im herzen voll wind
wir haben alle
worte auf papier
und einen mund
der sie wärmt
wir haben
das leben in der hand
wie flügel
aus wind



Hermann Josef Schmitz



Seit ein paar Tagen auf dem Markt ... sie haben hart dafür gearbeitet und umso mehr ist es ihnen zu gönnen. Death by chocolate aus der Schweiz:




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24.1.12 19:25, kommentieren

Klang




"Das Intimste, was wir machen, ist der Klang."




Simon Rattle



23.1.12 08:55, kommentieren

Landschaft im Januar ohne Schnee



die steine raunen
wenn die bewegung
des wassers
schatten wirft
man verwächst im gehen
mit den stillen farben
scheinbar fehlt etwas
doch in der ferne leuchten
die geschorenen bergkämme
strommasten stehen leer
man verwächst im gehen
mit dem gefieder des windes
schmeichelnd das blau
das nicht passen will
während die dürren finger
eine spur schneiden
erfasst man das privileg
scheinbares selbstverständnis
sich zu bewegen
verwächst man im gehen
mit der landschaft ohne schnee
uneingeschränkt öffnen sich türen
flattern und räuspern
beharrliche eichenblätter
was braucht es mehr
als zu zweit zu sein
mit der landschaft
die sich ist
ohne begrenzung und zeit


Hermann Josef Schmitz



1 Kommentar 22.1.12 08:52, kommentieren